4 Wochen USA – Roadtrip mit Kleinkind

Bald muss sie in den Kindergarten. Dann haben wir nicht mehr die Freiheit wann und zu welchem Zeitpunkt wir wollen, unbeschwert zu reisen. Also machen wir das jetzt. Vielen Eltern geht es wohl genauso wie uns – mit dem Unterschied: wir tun’s ;).

Im letzten Januar waren wir in Südafrika und das Jahr davor nur in Kapstadt. Und schnell ist klar. Reisen muss sein.

Der Plan war zuerst: 10 Tage Kalifornien, davon 7 Tage im Campervan. Oh Gott sind wir froh, dass das nicht geklappt hat!!! Warum das nicht geklappt hat, ist ein Thema, dessen es eines eigenen Blogbeitrags bedarf ;).

Und: es hätte uns wahrscheinlich an den Rand des Wahnsinns gebracht. Denn was man gern mal vergisst: Kleinkinder lassen sich weder von schönen Landschaften, noch von pitoresken Cafés oder interessanten Gebäuden begeistern – sie wollen, Tiere, Strand oder Spielplätze. Punkt. Wer anderes denkt wird schnell eines Besseren belehrt.

Aber auch eine gute Vorbereitung ist Gold wert. Da gilt es die ESTA (14$ p.P./ 2 Jahre gültig) zu beantragen und zumindest die ersten 2 Übernachtungen zu sichern. Denn nichts ist schlimmer als ein Kind, oder gar die ganze Familie im Jetlag und dann noch mit Koffern und Gedöns auf Hotelsuche zu gehen.

Und so saßen wir nun im Flieger nach LA. 2 Nächte sollen reichen. Und da wir nun den Campervan gegen einen SUV getauscht hatten, gab es zumindest beim Transport keinen hassle mehr bezüglich der vielen Gepäckstücke.

Obwohl ich jedoch bei billiger-mietwagen.de angegben hatte, dass ich dringend eine Station im Terminal haben wollte, wurde dies nicht berücksichtigt und wir mussten allesamt mit dem Shuttlebus zur Station fahren. Mit 3 großen und 2 kleinen Koffern, 2 Rucksäcken, einer Handtasche, einem Kinderwagen UND einer 3 Jährigen keine ganz so einfache Aufgabe.

Mein 180er Puls legte sich also erst als wir endlich – Gepäck verstaut – im Auto gen West Hollywood saßen.

Das Beverly Laurel Motor Hotel entpuppte sich als gute Ausgangsstation für LA, vor allem

direkt über dem Gebäude rechts sieht man den Hollywood Schriftzug

direkt über dem Gebäude rechts sieht man den Hollywood Schriftzug

in Bezug auf kurze Wege zum „Original Farmers Market“ und dem dahinter liegenden The Grove Shopping Center. Beides eher Adressen für den gefüllten Geldbeutel und auch der dem Shopping Center gegenüber liegende Wholefoods Market ist nicht günstig, aber gut. Einzig der Burger ist ein Hit. Für 8$ inkl. Getränk und Pommer kann man wählen zwischen verschiedenen Fleischsorten und Gemüseburger. Auf das Thema Burger komme ich später nochmals zurück ;).

Zwar ist der Hollywood Boulevard auch nur ein paar Blocks entfernt , aber wie gesagt mit Kleinkind keine anzustrebende Adresse. Also waren wir froh nach kurzer Fahrt über den Mulholland Drive, vorbei an Bel Air, den Weg gen Santa Monica  gemacht zu haben.

Panorama von Santa Monica

Panorama von Santa Monica

Strand und Meer wirken Wunder bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. Ein Tag am Muscle Beach weckt dann auch die Sportgeister wieder.

Auch wenn das Meer mit frösteligen 16°C nicht zum Baden einlädt – mit den Füßen planschen geht immer. Und so sinnieren wir über die nächsten Stationen… Noch länger in LA? Universal Studios? Oder doch Disneyland? Ja, Disneyland sollte es schon sein. Allein

Olaf der lustiges Schneemann

Olaf der vorwitzige Schneemann

schon wegen Olaf! Wer Olaf ist? Na der lustiges Schneemann aus „Die Eiskönigin“. Also ist auch schnell klar, dass wir uns auf den Disney California Adventure Park und nicht in den Disneyland Park aufmachen werden. Und so suchen wir ein Hotel in Anaheim, das nicht 300$ die Nacht nimmt und werden beim Hilton fündig. 235$ für alle 3 für 2 Nächte. Das passt. Natürlich exklusive Eintritt. Der ist nicht mal bei den Themenhotels von Disney inkludiert. Und somit kommen nochmals satte 95$ pro Person hinzu. Da Helena gerade 3 geworden ist, schummeln wir mit dem Alter und bekommen sie noch umsonst in den Park. Ansonsten wären für sie glatte 89$ -ACHTUNG SCHNÄPPCHEN- fällig gewesen. Aber ich denke diese kleine Schummelei ist durchaus erlaubt.

Der Park bietet für Große und Kleine alles was das Disney-Herz begehrt. Achterbahnen, Riesenrad, Themenbahnen und und und. So ein Tag ist aufregend und ganz schön anstrengend – aber auch wunderschön. Aber keine Zeit zum trödeln, die nächsten Tage wollen geplant werden. Und da das Wetter schlechter werden soll, stehen wir etwas auf dem Schlauch. Was tun, wenn auch der Strandbesuch wegfällt und Spielplätze ebenfalls draußen liegen? Unsere Reise soll bis San Francisco gehen, aber direkt durchfahren ist keine Option. Also buchen wir erstmal ein Hotel in Santa Barbara und dann in Carmel.

unterschiedlichste Gerichte gibt es im Public Market

unterschiedlichste Gerichte gibt es im Public Market

Helena will nur noch Strand und is not amused, dass es regnet. Geschweige denn, dass wir schon wieder im Auto sitzen müssen. Santa Barbara ist hübsch und das Abendessen im Public Market, kurz SBPM, ist lecker, aber teuer. Wie momentan fast alles in den USA. Wenigstens ist das Best Western Beachside Inn eine empfehlenswerte Adresse ;).

Weiter geht es  in Richtung Norden. Carmel-By-The-Sea ist die neue Adresse im Navigationssystem. Ein pittoreskes kleines Städtchen mit dem Charme einer englischen Lordschaft. Viele Bäume, verwinkelte Sträßchen und: ab 18h ist es stockfinster. Im ersten Moment dachten wir, die Stadt wäre vom Stromnetz abgeschottet  – aber nein.

Carmels Bewohner wollen das so. Nacht ist Nacht und Tag ist Tag. Aber genau da liegt der Charme des kunstgetränkten, weißstrandigen Örtchens. 

Was nun tun, wenn der prämierte Sandstrand nicht zum baden einlädt und das Wetter einem einen Strich durch die Rechnung macht? Am Besten ins Monterey Bay Aquarium :). 

Touch Pool im Monterey Bay Aquarium

Touch Pool im Monterey Bay Aquarium


Hier gibt es für Große und Kleine viel zu entdecken. Besonders gut haben uns die sog. „touch Pools“ gefallen. Kleine Becken, in denen man Meeresbewohner hautnah erleben kann.

Abends gab es in der Noodle Bar in Monterey noch super leckeres Vietnamesisches Essen für nen echt schmalen Preis.

Letzte Festland-Station: Orinda, Outskirts of San Francisco. Da wir hier bei Freunden unterkamen, gibt es kein Hotel zu erwähnen, dennoch haben wir ein paar nette Dinge unternommen:

Golden Gate Park und Golden Gate Bridge (eh klar :D)

Haight- Ashbury – Geburtsort der  Hippie Bewegung

…und natürlich Fisherman’s Wharf

Bevor es im zweiten Teil dann um Hawaii geht, hier noch ein paar Tipps und Tricks:

  • LA mit Kleinkindern ein nicht erstrebenswertes Ziel
  • Der BoostAPac von Trunki ist sowohl Boosterseat als auch Rucksack und der ebenfalls von gleicher Marke stammende Kinderkoffer sind zum reisen einfach perfekt!
  • denkt dran, überall kommt noch tax (also Steuern) drauf. Und in Restaurants dann noch der übliche Tip für den Servicemitarbeiter (15-20%)!
  • Ein Navigationsgerät ist überflüssig, wenn man ein Smartphone und Google Maps besitzt – denn fast überall gibt es freie WLAN Netze

Bis bald,

Eure Nina

 

 

Ein Kommentar:

  1. Pingback:Einmal im Leben Hawaii. Maui wir kommen - Nina Heinemann

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