Bahnfahrt mit Kind – 680 Kilometer durch die Republik

Bahnfahrt mit Kind

Auf geht’s bei schönstem Wetter vom Bodensee Richtung Münster

Eine Bahnfahrt die ist lustig eine Bahnfahrt die ist schön – ach nee, das war ja die Seefahrt, aber was soll ich sagen, auch eine Bahnfahrt mit Kind kann schön sein. Wenn, ja wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind.

Ich hatte über Bekannte ein günstiges Bahnticket 1. Klasse ergattert, sodass genau diese guten Voraussetzungen gegeben waren.

Da muss man schon sagen – schön schön. Die Deutsche Bahn hat hier sogar einen echten Vorteil gegenüber der SBB, denn der Unterschied zur zweiten Klasse ist doch ersichtlich.

So kam es, dass wir ein ganzes Ruheabteil für uns allein genießen konnten. Inkl. Bedienung am Platz, kleinen Aufmerksamkeiten und äußerst freundlichen Mitarbeitern (kennt man bei der DB gar nicht – war also sichtlich geschockt als der Herr „bitte“ und „danke“ herausbrachte).

Auch wenn die Gänge nicht ganz kinderwagentauglich sind, so hat man zumindest in der 1. Klasse die Möglichkeit ebendiesen unterzubringen und auch den/die Koffer zu verstauen.

Wickeln im Zug

Wickeln auf dem Zugtisch im ICE

Und das Beste: das Kind reist umsonst. Egal in welcher Klasse. Wenn dann auch noch der Tisch in der Mitte zum Wickeltisch umfunktioniert werden kann, ist der Komfort beinahe perfekt und das geht meines Wissens nach auch in der 2. Klasse.  Bequeme Sitze, Steckdosen und ein gutes Menü zu akzeptablen Preisen machen die Bahnfahrt zu einem sehr angenehmen Fortbewegungsmittel das ich gern weiterempfehlen kann.

Bahn Kind

Entspanntes Rütteln in der 1. Klasse der SBB

p.s. Eine kleine Anekdote bleibt mir noch: traf ich doch auf der Hinfahrt einen äußerst netten Mitfahrer aus dem Berner Land und wir unterhielten uns angeregt, kam es dann auf der Rückfahrt umso dicker: der Zusteiger in Mannheim sah, wie ich im „Ruheabteil“ mein Handy zückte um meinen Mann über die Verspätung und die damit einhergehende Abholzeitverschiebung in Kenntnis zu setzen. Daraufhin bekam ich ein harsches „telefonieren ist hier nicht erlaubt“ an den Kopf geworfen. Beim auflegen erwähnte ich beiläufig, warum ich den Anruf hatte tätigen müssen. Dem aber nicht genug – der zweite Mitfahrer erhielt kurz darauf einen Anruf, was den Ersten dazu veranlasste wutentbrannt seinen Koffer von der Ablage zu reißen und unter lautstarkem Gezeter das Abteil zu verlassen.

Wie ihr seht – es ist nicht immer alles leicht ;).

Alles Liebe,
Eure Nina

Ein Kommentar:

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